110 Jahre Ski-Club Wieden e.V.

Die Anfänge des Skilaufs - Gründerjahre des Ski-Clubs

(von Eberhard Müller)

Es war wohl der französische Diplomat Dr. Pilet, der als erster mit Skiern im Schwarzwald aufkreuzte. Dies lässt jedenfalls ein schlichter Eintrag im Gästebuch des Feldberger Hofes vom 8. Februar 1891 vermuten: Doktor Pilet, mit norwegischen Schneeschuhen. Nach anfänglicher Skepsis waren es vor allem die Todtnauer, die auf selbstgebastelten Skiern, sich stützend auf einen schulterhohen Stock, dem französischen Skipionier nacheiferten, der den Skisport auf einer seiner vielen Auslandsreisen in Norwegen kennen lernte und auch von dort seine aus Jolar-Holz gefertigten Schneeschuhe mitbrachte. Die Todtnauer waren es auch, die im selben Jahr 1891 den ersten Skiclub in Deutschland gründeten. Der Todtnauer Arzt Dr. Tholus, der auch in Wieden Patienten zu betreuen hatte, dürfte der erste Schneeschuhfahrer gewesen sein, dem die Wiedener begegneten.

1904 fanden im Bereich des Wiedener Ecks die ersten Schneeschuhwettläufe statt, die vom Skiclub Schwarzwald, Ortsgruppe Freiburg, unter der Leitung eines Professors Kohlhepp organisiert wurden.

Alois Thoma gewann wohl damals den Volkslauf und ein paar Schneeschuhe als Siegespreis. Im gleichen Jahr konnten sich bei einem Schneeschuhwettbewerb, der in Schönenberg stattfand und vom Ski-Club Belchen-Schönau ausgerichtet wurde, die Wiedener Johann Thoma, Trudpert Walleser und Josef Karle beim offenen Volkslauf in der Spitzengruppe platzieren. Den amüsantesten Teil (Zitat Schönauer Anzeiger 1904) bildeten die Damenrennen, bei denen sich die Wiedenerinnen Marie Thoma und Frieda Karle ebenfalls erstklassig platzieren konnten. Die Damen liefen damals Ski in langen Röcken (unten ohne!), während die Skimode der Herren Knickerbockers oder Überfallhosen und knielange Wanderhosen mit Gamaschen waren.

Vom Jahre 1906 ist belegt, dass die Wiedener Jugend beim Schneeschuhfest der Ortsgruppe Freiburg auf dem Wiedener Eck gegenüber 1904 gewaltige Fortschritte machte. So holten sich die in Skikreisen schon bekannten Mädchen Lina Gutmann und Frieda Klingele erste Preise. Auch Frida Gutmann, Emilie Gutmann, Reinhold Klingele, Alfred Gutmann und Albert Walleser konnten sich bei den Läufen in die Siegerliste eintragen, ebenso Robert Walleser und nochmals Reinhold Klingele bei den Sprungwettbewerben. Letztere fanden im Bereich Rüttenen, zwischen dem Hotel Wiedener Eck und der ehemaligen Jugendherberge gelegen, statt. Einem Herrn Bihler aus Freiburg, der schon einmal Deutscher Meister war, gelang dabei ein erstaunlicher 24-m-Sprung.

Im Gasthaus Wiedener Eck mit dem damaligen Wirt Kochendörfer wurden stimmungsvolle Siegerehrungen abgehalten, überhaupt war das Wiedener Eck über Jahrzehnte hinweg der Mittelpunkt des Skisports in Wieden. Im selben Jahr beklagte sich im Schönauer Anzeiger ein Berichterstatter, dass die Schönauer Fräuleins beim Todtnauer Skifest trotz schönen Fahrens keine Preise erhielten, während zwei Wiedener Mädchen mit Riesenkraftschritten durchs Ziel gingen! Es handelte sich dabei um Lina und Frida Gutmann.

Auch die männlichen Wiedener belegten beim selben Skifest im Volkslauf die ersten vier Plätze. Es waren dies Emil Gutmann, Gottlieb und Berthold Klingele und August Behringer.

Im Jahre 1907 gründeten dann begeisterte Skisportler im Gasthaus Wiedener Eck die Ortsgruppe Wieden des Skiclubs Schwarzwald. Dies geht aus einem Bericht des Schönauer Anzeigers aus dem Jahre 1907 hervor. Das erste Schriftführerbuch des Ski-Clubs ging leider in den Wirren des Ersten Weltkrieges verloren, doch sind die Gründungsmitglieder bekannt, es handelte sich um folgende tatkräftige Männer: Friedrich Schneider, Anton Behringer, August Behringer, Otto Behringer, Gottlieb Klingele, Anton Lais, Albin Walleser, Johann Laile, Heinrich Walleser, Anton Wunderle, Josef Gutmann, Robert Walleser, Otto Gutmann, Anton Steck und Pfarrer Karl Barthelme.

Zum Ersten Vorsitzenden wurde der damalige Hauptlehrer Friedrich Schneider gewählt, Zweiter Vorstand wurde Anton Behringer, als Kassierer und Schriftführer fungierten Otto Gutmann und Otto Behringer.

Schon ein paar Wochen später organisierten diese Männer ihr erstes Schneeschuhwettlaufen auf dem Wiedener Eck.

Bis zum Jahre 1911 fanden dann Ortsgruppenrennen beim Wiedener Eck, aber auch in unmittelbarer Umgebung der Wiedener Kirche statt, was nicht verwunderte, gehörte doch der damalige sportbegeisterte Pfarrer Barthelme zu den Gründungsmitgliedern.

Das Wetter schlug schon damals seine Kapriolen. So wurde der Winter 1908/1909 bis Mitte Februar als ziemlich charakterlos bezeichnet. Im März stellte der Berichterstatter des Schönauer Anzeigers schon ungeheure Schneemassen fest, die auch eine Lawine auslösten, welche einen Knecht, der mit dem Fuhrwerk vom Wiedener Eck auf dem Weg nach Neuhof war, beinahe verschüttet hätte. Im Jahre 1912 wird hingegen über einen milden Winter lamentiert.

Die Wiedener Skiläufer wagten sich auch weiterhin zu auswärtigen Schneeschuhwettbewerben. So gewann im Jahre 1910 Reinhold Klingele beim Skilauf Halde-Schauinsland der Ortsgruppe Freiburg den von der Stadt Freiburg gestifteten Ehrenpreis. Derselbe Klingele, der einer der ersten Wiedener Skistars gewesen sein muss, stand beim Winterfest der Ortsgruppe Schönau am Belchen den weitesten Sprung mit 20,5 m. Am Laufwettbewerb nahm Ernst Gutmann teil, der den 2. Platz belegte. Neben den schon erwähnten Skipionieren tauchten noch Lydia Behringer, Marie Sprich, Anton Wunderle, Karl Gutmann, Otto Böhler, Otto Rombach, Anton Lais, Rudolf Schmidt, Isidor Sprich, Otto und Josef Schelb, Benedikt Franz, Karl Klingele, Emil und Fridolin Steck, Hermann Böhler, Fridolin Rombach und Josef Laile in den Siegerlisten der Gründerzeit auf.

Diese Vielzahl von Namen beweist schon, dass das Schneeschuhlaufen auch in Wieden immer beliebter wurde. Es wurde ja auch in der Zeitung als praktisches Verkehrsmittel in unserer schneereichen Gegend empfohlen.

Diese erfreuliche Entwicklung des Skisports wurde durch den Ersten Weltkrieg jäh gestoppt. In der Zeitung wurden 1914 in einem Aufruf an alle Schneeschuhläufer des Schwarzwaldes über 17 Jahre die Skisportler aufgefordert, ihre Erfahrungen, die sie in Schnee und Sturm gesammelt haben, in den Dienst des Vaterlandes zu stellen. In das traurige Bild dieses Jahres passte auch der erste tödlich ausgehende Skiunfall am Wiedener Eck. Einem Freiburger Studenten wurde ein Tannenast zum Verhängnis, der ihm in den Unterleib drang.

Die zwanziger Jahre

Obwohl viele Skisportler vom Ersten Weltkrieg (1914-1918) nicht mehr heimkehrten, fanden sich 1922 im Gasthaus Wiedener Eck 24 Männer und drei Frauen zusammen, um den Ski-Club, dessen Aktivitäten durch den Krieg eingeschlafen waren, neu zu gründen. Der damalige Wiedener-Eck-Wirt Alfred Hoch wurde zum Vorsitzenden gewählt, der Lehrer Josef Muckenhirn zum Zweiten Vorstand. Leopold Lais und Albin Walleser übernahmen die Posten des Schriftführers bzw. Kassierers.

Im selben Jahr wurde eine Satzung erarbeitet, in der die Beitragsfreiheit für den Polizeidiener Karle und die Krankenpflegerin Hilda Walleser festgeschrieben wurde, sofern sie die öffentlichen Bekanntmachungen in Skiclub-Angelegenheiten übernehmen bzw. bei Skiveranstaltungen Erste Hilfe leisten. Die Satzung wurde bis zum heutigen Tag mehrfach erweitert bzw. geändert.

Sportlich wurde man sofort wieder aktiv. War vor dem Krieg der Gebrauch nur eines Stockes üblich, der Hilfe beim Aufstieg und beim Kurven fahren war und unentbehrliche Bremshilfe, so kam der Skilauf mit zwei Stöcken (meist aus Haselnuss- oder Eschenholz) immer mehr in Mode.

Skiveranstaltung zu Anfang der zwanziger Jahre. Mit Nr. 12 Frieda Gutmann und Nr. 8 Lydia Schmidt

Bei der Skistafette Rund um Schönau über 36 km im Jahre 1923 belegten die acht Wiedener Ernst Gutmann, Fridolin Rombach, Karl Klingele, Leopold Steck, Leopold Lais, Rudolf Schmidt, Isidor Sprich und Karl Gutmann den 3. Platz.

1923 auf der Schauinsland-Halde gewannen die Wiedener Läufer Fridolin Rombach, Ernst Gutmann und Karl Klingele den Dreierlauf. Das war damals eine Art Gruppenorientierungslauf. Auch Albert Klingele, Wilhelm Schmidt, Ernst Walleser und Marie Gutmann waren bei den Läufen sehr erfolgreich. Dasselbe galt für die Springer Wilhelm, Josef und Karl Schmidt.

Im selben Jahr wurde dann erstmals nach dem Krieg an einem Wochenende wieder das Skifest am Wiedener Eck durchgeführt. Beim Mitgliederlauf beteiligten sich 15 Mitglieder. Er führte vom Wiedener Eck die Landstraße abwärts bis zum Rank, von dort das Waldsträßle entlang bis zum Rüttener Grund, dann das Waidfeld hinauf zur Hubertushütte auf den Böden. Nach diesem happigen Anstieg gings dann nach rasanter Abfahrt zum Itzenwald hinunter, zurück zum Wiedener Eck. So wurde die Strecke jedenfalls in einer Vorstandssitzung unter Ausschluss der am Rennen teilnehmenden Vorstandsmitglieder geplant. Ob dann diese Strecke tatsächlich gelaufen wurde, kann man bei der überlieferten Zeit des Siegers Ernst Gutmann von 40 Minuten 45 Sekunden kaum glauben. Und dies alles mit zum Teil selbst gefertigten Schneeschuhen, die aus heutiger Sicht mehr Ähnlichkeit mit Abfahrtsskiern hatten als mit Langlaufskiern, und einer einfachen Lederriemenbindung. Der Dauerlauf führte vom Wiedener Eck über das Lückle zum Wirtshaus Multen, von dort über Obermulten und den Dietschel zum Wiedener Eck zurück. Hier siegte Karl Klingele in 41 Minuten 50 Sekunden. Auch diese Zeit ist kaum zu glauben!

Beim Damenlauf vom Wiedener Eck zum Oberen Itzenwald und zurück siegte Marie Walleser in 13 Min.

Beim Volkslauf gings im Massenstart los vom Wiedener Eck in Richtung Waidbühl, dann den Waldweg hinauf am Beckerrainhaus vorbei bis zur Ecke Bilmattwald, von dort zum Hörnle und wieder zurück zum Wiedener Eck. Diesen Lauf gewann Fridolin Rombach. Auf allen Strecken wurden vom Laufwart geheime Streckenposten eingesetzt! Die Läufe von damals waren zum Teil eine Mischung aus Langlauf und Abfahrt, bei denen die guten Skiläufer in steilen Passagen den Telemarkschwung ansetzten. Im selben Jahr beteiligten sich die Wiedener Skisportler neben den Wettbewerben in Schönau und Todtnauberg auch bei den großen Feldbergwettläufen (Schwarzwaldmeisterschaft), wo Ernst Gutmann und Rudolf Schmidt jeweils erste und Marie Gutmann und Marie Walleser jeweils zweite Sieger wurden. Den Dreierlauf gewannen damals Ernst Gutmann, Fridolin Rombach und Albert Klingele. Heute kann man es sich kaum vorstellen, dass man nach einem Skimarsch zum Feldberg und einem anstrengenden Rennen noch fähig war, den Heimweg wieder per Ski anzutreten.

In jenen Jahren kamen auch Hindernisläufe in Mode. Beim Springen gab es auch schon Haltungsnoten, und nach langer Rechnerei wurden schon 1923 die Sieger in der Nordischen Kombination ermittelt.

Neben den bereits Erwähnten waren noch Leonard Steck, Rudolf Schmidt und Josef Schelb die Skistars im Langlauf und Skisprung der zwanziger Jahre.

Aufgabe des Ski-Clubs war es auch lange Zeit, die Winterwegmarkierung vom Wiedener Eck bis zum Haldenköpfle vorzunehmen. 60 Stangen und 40 Schilder wurden dazu gebraucht.

Gegen Ende der zwanziger Jahre ließ der Elan etwas nach, ja eine Generalversammlung mußte sogar wegen Interessenlosigkeit der Mitglieder ausfallen.

Die dreißiger Jahre

Anfangs der dreißiger Jahre fanden in Wieden neben den schon bekannten Dauerläufen und Sprungwettbewerben auch die ersten reinen Abfahrtsläufe statt. 1934 wurde unter Führung des damaligen Vorsitzenden Josef Schelb die Rollspitzschanze gebaut (Sprungschanzenweg). Bei einem inoffiziellen Springen sprang der wagemutige Ernst Behringer 45 m weit. Leider waren die mit vielen freiwilligen Arbeitsstunden verbundenen Anstrengungen umsonst, weil den Verantwortlichen vom Skiverband die Anlage zu halsbrecherisch erschien und sie diese deshalb nicht abnahmen.

Kernige Burschen müssen das damals gewesen sein, die 1934 die Laufstrecke in Angriff nahmen. Folgender Streckenverlauf ist aus dem Schriftführerbuch bekannt: Geltenebene - Warbach - Buck - Holzplatz - Lückle - Multen - Krinne - Scheuermättle - Lückle - Holzplatz - Rotwurzel - Geltenebene. Rudolf Schmidt brauchte für diese Strecke mit einigen Höhenmetern eine Stunde und eine Minute.

Beim Wiedener Skifest 1935 nahmen einschließlich der Schüler 125 Skisportler teil! Ernst Behringer sprang damals auf der Schanze beim Wiedener Eck mit 32 m Schanzenrekord. Ernst Behringer gewann auch 1936 einen Abfahrtslauf, der vom Lückle über das Bödemle ins Ziel auf der Geltenebene führte, in einer Zeit von 3 Minuten 43 Sekunden mit fünf Sekunden Vorsprung! 1938 gewannen Josef Schmidt, Eduard Behringer und Karl Franz beim Belchenabfahrtslauf die Mannschaftswertung. Josef Sprich und Franz Wunderle waren weitere gute Skifahrer dieser Jahre.

Die Kriegsjahre

Der wahnwitzige Krieg hinterließ auch unter den Wiedener Skisportlern viele Opfer. Es war fast ein Wunder, dass der Ski-Club unter der Führung von Oskar Stiefvater als einer der ganz wenigen Vereine im Skibezirk (Gau) weiter existierte und funktionierte. Kein Wunder, dass die Wiedener in dieser Zeit relativ erfolgreich waren.

Hugo Pfefferle aus Holzinshaus wurde 1942 sogar Deutscher Jugendmeister (Reichsmeister des Jungvolkes) bei den Alpinen. Auch Albert Lüthe (1943), Franz Wunderle (1943), Gottlieb Klingele (1943) und Hermann Rombach (1944) nahmen bei diesen Meisterschaften teil und konnten sich in einem Feld von mehreren hundert Teilnehmern jeweils im Spitzenfeld platzieren. Diese Leistungen sind um so höher einzuschätzen, weil damals auch die österreichischen Skisportler teilnahmen.

Bestritt man bisher Langläufe und Abfahrtsläufe auf ein und demselben Ski, so lief man seit Beginn der vierziger Jahre auf Speziallanglaufskiern. Auf solchen Langlaufskiern gewann Hermann Rombach 1944 den Großen Belchenabfahrtslauf, der vom Belchenhotel über die Stuhlsebene hinunter nach Schönau mit dem Ziel im Tal führte.

Bei den Damen waren die Seriensiegerin Paula Klingele und Hermine Walleser die herausragenden alpinen Fahrerinnen Wiedens.

Ski-Veteranen (v. li.): stehend Ernst Behringer, Karl Käshammer, Eduard Behringer, Alfons Lais, Gottlieb Klingele;
sitzend: Hermann Rombach, Erwin Behringer und Franz Wunderle

Die Nachkriegsjahre

Die Vereine kamen in diesen schwierigen Zeiten natürlich auch mit politischen Instanzen in Berührung. Auf Druck der französischen Besatzungsmacht musste der Ski-Club Wieden 1946 neu gegründet werden. So wie die Nationalsozialisten 1935 den damaligen Vorsitzenden Josef Schelb zum Rücktritt zwangen, hatte nun die Besatzungsmacht ein Wörtchen mitzureden, was die Zusammensetzung der Vorstandschaft betraf.

Otto Rombach, Georg Lüthe, Fridolin Karle, Alfons Rombach und Erwin Behringer hießen die Klassensieger im Langlauf beim Skifest 1948. Im Abfahrtslauf, Torlauf und Sprunglauf setzte sich der für Wieden startende Willi Sonner aus Aftersteg durch. Georg und Albert Lüthe, Fridolin Karle und Franz Wunderle gehörten zu den Platzierten.1949 wurde erstmals der Rollspitzabfahrtslauf auf der späteren Standardstrecke mit Start auf dem Rollspitz und dem Ziel bei der heutigen Schreinerei Behringer ausgetragen.

Die fünfziger Jahre

Man kann diesen Zeitabschnitt auch als die Ära Oskar Stiefvater bezeichnen. Unter seiner Führung, mit kompetenten Leuten in der Vorstandschaft, ging es steil aufwärts. Der Hirschen wurde zum Zentrum des Skisports. Von hier wurden die Skisportler jetzt oft vom Chef persönlich zu den Skiwettbewerben im Schwarzwald gefahren. Am Abend wurden dann die sportlichen Erfolge kräftig gefeiert, wobei sich der Chef oft spendabel gab. Schließlich war im Hirschen auch meist das Wettkampfbüro bei den verschiedenen Skisportveranstaltungen untergebracht.

Die ersten Ergebnisse, die vom Rollspitzabfahrtslauf bekannt sind, stammen aus dem Jahre 1951. Klasse 3: 1. Platz Albert Lüthe, 3. Platz Georg Lüthe, 5. Platz Erwin Behringer, 6. Platz Hermann Rombach, 8. Platz Alfons Rombach. Ein Dr. Hillemanns von der SZ Feldberg fuhr die Tagesbestzeit.

Im selben Jahr gab es für die Wiedener einen totalen Triumph beim Staffellauf Rund um Todtmoos. Hier die Helden von damals:

1. Platz: Otto, Alfons und Hermann Rombach; 2. Platz: Georg Lüthe, Josef und Erwin Behringer; 3. Platz: Walter Behringer, Erich Fertl und Emil Dietsche.

Die Triumphatoren beim Staffellauf in Todtmoos 1951 (v. li.):
Emil Dietsche, Erich Fertl, Walter Behringer, Hermann Rombach, Alfons Rombach, Otto Rombach, Erwin Behringer, Josef Behringer und Georg Lüthe

Besonders der von der Gewerkschaft Finstergrund gestiftete Pokal für die Viererkombination, bestehend aus Langlauf, Abfahrt, Torlauf und Sprunglauf, war sehr begehrt. Alfons Rombach gewann ihn 1953. Die meisten Wiedener Skisportler waren richtige Allrounder, sie fühlten sich in allen Disziplinen zu Hause. Als die besten Skisportler einmal wegen der Teilnahme an einer Bezirksmeisterschaft nicht an den Vereinsmeisterschaften teilnehmen konnten, wurde dieser heroische Verzicht auf die heimische Teilnahme bei der abendlichen Siegerehrung besonders gewürdigt. Junge, talentierte Skisportler machten auf sich aufmerksam: Bernhard und Franz Strohmeier, Georg Fertl, Erich Behringer, Josef, Hermann und Albert Asal aus Rollsbach, Ernst Walleser und August Behringer. Paula Lüthe war eine der wenigen aktiven Damen. Sie wurde 1956 Klassensiegerin im Rollspitzabfahrtslauf. Bei diesem nahmen 128 Teilnehmer teil, für die Siegerehrung wurde extra eine Kapelle engagiert.

Unter Stiefvater waren auch die Vereinsveranstaltungen richtige Feste mit vielen Zuschauern. Auch die Generalversammlungen waren oft gut besucht. So fanden sich 1955 51 Mitglieder zur Versammlung ein. Das war Rekord! Im Jubiläumsjahr 1957 wurden die Alpinen Schwarzwaldmeisterschaften der Jugend mustergültig durchgeführt. Sogar die Feuerwehr wurde bemüht, um den Hang zu spritzen!

Erstmals nach 26 Jahren wurde im selben Jahr wieder ein Damenlanglauf durchgeführt. Es gewann Rosa Rombach vor ihrer Schwester Hedwig.

Die Vorstandschaft im Jubilüumsjahr 1957 von links: Karl Franz (2. Vors.), Oskar Stiefvater (1. Vors.), Fridolin Karle (Schrifif.) und Egon Wissler (Kassier).

Die sechziger Jahre

Das Jahrzehnt des Erhard Strohmeier! Es gab viele gute Skiläufer in Wieden zu allen Zeiten. Der alles überragende alpine Fahrer aber war Erhard Strohmeier. Er schrieb ein großes Kapitel Wiedener Skigeschichte. Von seiner großen und langen Karriere seien hier nur die herausragenden Ereignisse, die zum Teil auch in den siebziger Jahren lagen, erwähnt: Erhard war insgesamt zwölfmal Schwarzwaldmeister! 1963 und 1968 gelang ihm bei den Verbandsmeisterschaften der totale Triumph: Sieger im Torlauf, Riesentorlauf, in der Abfahrt und in der Alpinen Kombination. Zwischen 1961 und 1972 nahm Erhard mit großem Erfolg an Deutschen Meisterschaften der Jugend bzw. Senioren teil. Seine besten Plazierungen waren dabei 1962 in der Jugendklasse: 2. Platz im Torlauf, 6. Platz im Riesentorlauf und 5. Platz in der Alpinen Kombination. Bei den Senioren war sein großes Jahr 1967: 6. Platz im Torlauf und 12. Platz im Riesentorlauf. Er gehörte mehrere Jahre dem DSV-Nationalkader an. Seine Mannschaftskameraden bei den zahlreichen Lehrgängen waren u.a.: Luggi Leitner, Max Rieger und Alfred Hagn. Erhard fuhr auch mehrere internationale Rennen und Weltcuprennen in sämtlichen Disziplinen im Ausland. Gegen Ende seiner Laufbahn holte er sich bei den erstmals ausgetragenen Baden-Württembergischen Meisterschaften den Landestitel im Riesentorlauf. Im heimischen Gelände siegte der bescheidene Sportsmann mehrmals beim Rollspitzabfahrtslauf und 1963 beim Großen Belchenabfahrtslauf mit 1 Minute Vorsprung!

Erhard Strohmeier

Bei den Alpinen waren auch die Asal-Brüder Hermann und Albert erfolgreiche Teilnehmer bei den Schwarzwaldmeisterschaften. Sie gewannen 1960 zusammen mit August Behringer die Mannschaftswertung beim Belchenabfahrtslauf. Auch die junge Margaret Behringer machte damals mit 2. und 3. Plätzen beim Belchenabfahrtslauf bzw. bei den Schwarzwaldjugendmeisterschaften auf sich aufmerksam. Die Schwestern Maria und Christa Behringer (Christa gewann einmal den Belchenabfahrtslauf) waren ebenfalls talentierte Skisportlerinnen.

Bei den nordischen Skisportlern waren es besonders Erhard Strohmeiers Brüder Bernhard und Franz, die für Furore sorgten. Sie waren eine der letzten großen Skiläufer unseres Vereins, die Erfolge in der Nordischen Kombination aufweisen konnten. Bernhard wurde mehrmals Bezirksmeister. Die größten Erfolge erzielte Franz bei den Schwarzwaldjugendmeisterschaften 1962, wo er Vizemeister im Sprunglauf wurde, und bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im selben Jahr, wo er den 4. Platz in der Nordischen Kombination errang. Ebenfalls 1962 gelang Franz Strohmeier beim Feldbergspringen ein 62-m-Sprung.

Gerhard Behringer machte als Springer bei den Jugendlichen auf sich aufmerksam. Der Lohn seines Trainingsfleißes war die Teilnahme bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 1968. 1969 gewann er den Wanderpokal beim Belchenspringen. Konrad Asal, Erich Walleser, Hugo Fertl, Erich Steck, Anton Sprich und Walter Stahl mischten in jenen Jahren auf Bezirks- und zum Teil auf Schwarzwaldebene vorne mit.

1963 wurde der Kreisjugendskitag gemeinsam von der Sportvereinigung Utzenfeld und dem Ski-Club zusammen mit den Schulen organisiert. Später wurden noch viele Kreisjugendskitage unter der Regie der Grundschule Wieden-Utzenfeld durchgeführt.

Beim traditionellen Kinderskifest, bei dem es vermutlich seit 1960 von der Gemeinde gestiftete Würste und Wecken gab, nahmen 1965 immerhin 29 Kinder beim Langlauf und 63 beim Riesentorlauf teil. Nicht immer waren die Teilnehmerzahlen bei den alpinen Vereinsmeisterschaften so erfreulich wie 1966 (55 Teilnehmer), so nahmen 1962 nur zehn Teilnehmer bei diesen Meisterschaften teil.

1969 muss die Schneelage in Wieden nicht schlecht gewesen sein, lagen doch Start und Ziel bei den Bezirksmeisterschaften im Bereich der Wiedener Schule.

Die siebziger Jahre


In den siebziger Jahren setzten die Rombach-Brüder die sportlichen Akzente. Besonders der älteste der Langlauffamilie Rombach, Manfred, hat sich einen herausragenden Platz in der Wiedener Skigeschichte gesichert. Nur seine größten Erfolge können hier wiedergegeben werden. Manfred nahm mehrmals an Deutschen Meisterschaften teil und war über Jahre hinweg Mitglied eines DSV-Kaders. So belegte er zum Beispiel 1971 bei den Deutschen Jugendmeisterschaften den 4. Platz im Einzelrennen, und mit der Verbandsstaffel gewann er sogar die Deutsche Jugendmeisterschaft. Dieselben Erfolge (4. Platz beim Einzellauf und Staffelsieg) konnte er ein Jahr später, dieses Mal bei den Junioren, wiederholen. Als Lohn für harte Trainingsarbeit wurde Manfred 1972 zum olympischen Jugendlager nach Sapporo (Japan) eingeladen. Er nahm bei vielen internationalen Wettbewerben teil, unter anderem belegte er 1973 zusammen mit den Skilegenden Walter Demel und Georg Zipfel bei einem internationalen Staffelrennen in Italien (Targa Busnelli) hinter Finnland und Frankreich den dritten Platz, noch vor Schweden und Italien. Im gleichen Jahr gewann er die berühmte Trophäe Watzmann-Gams beim gleichnamigen Lauf mit brutalen 800 Höhenmetern. Nachdem Manfred schon 1972 bei den Junioren-Europameisterschaften teilgenommen hatte, war 1973 mit dem Gewinn des Vizemeistertitels bei den Junioren-Europameisterschaften in Leningrad zusammen mit seinen Staffelkameraden vom DSV, Emil Lettenmaier und Georg Zipfel, der absolute Höhepunkt seiner langen Sportlerkarriere erreicht.

Zusammen mit seinen jüngeren Brüdern Georg, Walter und Michael bildete Manfred eine erfolgreiche Staffel, die 1975, 1976 und 1978 jeweils Baden-Württembergischer Vizemeister der Vereinsstaffeln wurde. Die Rombach-Buben waren über Jahre hinweg über den Schwarzwald hinaus in der Langlaufszene bekannt. Alle nahmen mehrmals an Deutschen Meisterschaften teil. So gewann Georg zusammen mit seinen Staffelkameraden vom Skiverband 1979 bei den Deutschen Jugendmeisterschaften die Silbermedallie. Auch beim Einzelrennen erreichte er damals einen hervorragenden 6. Platz. Walters größter Einzelerfolg war der 6. Platz bei den Deutschen Schülermeisterschaften in der Schülerklasse 4 im Jahre 1972. Michael Rombach qualifizierte sich nicht nur als Langläufer für Deutsche Meisterschaften, sondern 1979 auch als Biathlet.

Die Rombach-Staffel mit (v. li.) Michael,Georg, Manfred und Walter.

Gegen Ende der siebziger Jahre begann auch die Karriere der Rombach-Schwestern Pia und Rita. Zusammen mit der ebenfalls sehr starken Christine Klingele bildeten sie eine erfolgreiche Langlauftruppe, die in den Staffelwettbewerben bei den Schwarzwaldmeisterschaften der Schüler und Jugend 2. und 3. Plätze belegten. Pia Rombach wurde 1978 Schwarzwaldvizemeisterin bei der Jugend. Mit der Schwarzwaldstaffel stand sie bei den Deutschen Jugendmeisterschaften als Drittplazierte auf dem Treppchen.

Neben den Geschwistern Rombach betrieben natürlich noch andere Wiedener den Langlaufsport. So nahm Erich Walleser als erster Wiedener beim erstmals 1974 aus-getragenen Schwarzwälder Skimarathon über 60 km von Schonach nach Hinterzarten teil. Das Clubmitglied Hermann Lais war sogar beim ersten Rucksacklauf um den Wäldercup im Jahre 1978 dabei. Er bewältigte die abenteuerlichen 100 km von Schonach zum Belchen, ebenso wie sein Bruder Wolfgang einige Jahre später, mit Bravour. Bei diesem wohl schwersten europäischen Langlauf musste eine Gesamtsteigung von 2300 m bewältigt werden! Auch Bernhard Klingele war ein guter Langläufer. Erstaunliche 40 Langläufer(innen) nahmen 1978 bei den Vereinsmeisterschaften teil.

Unter der Regie des umtriebigen Tourenwartes Friedbert Seger nahm der Ski-Club auch ein paar Jahre an den Fuß- und Wintertourenwettbewerben teil und belegte innerhalb des SVS und des DSV Spitzenplätze. So erhielten 1975 39 Senioren und 38 Schüler das Tourenabzeichen.

Bei den Alpinen wurden Erhards Strohmeiers Erfolge, die weit in die siebziger Jahre hineinreichten, schon erwähnt. Bei den Schwarzwaldmeisterschaften 1970 wurde er noch einmal vierfacher Vizemeister. Diesen Erfolg konnten die Wiedener miterleben, fanden diese Wettkämpfe doch auf heimischem Gelände statt. Der Riesentorlauf führte damals vom Lückle über das Büdemle zum Ziel bei der Schreinerei Behringer. Unter der Leitung Robert Schneiders, der 18 Jahre lang den Club führte, wurden die Wettbewerbe mustergültig vorbereitet und schließlich bei schlechten Wetterbedingungen (Regen) durchgeführt. Hermann und Albert Asal waren damals verantwortlich für den sportlichen Bereich.

1976 nahmen über 400 Teilnehmer an einem Wertungslauf der baden-württembergischen Skiverbände am unteren Lifthang teil.

Bernhard Walleser und Bernhard Thoma waren sehr erfolgreiche Alpine, die dem SVS-Kader angehürten, außerdem Hubert und Wolfgang Laile. Im Schülerbereich gaben Cornelia und Michael Stahl, Konrad, Herbert und Pius Walleser den Ton an. Cornelia konnte sich 1977 bei den Landesmeisterschaften der Schüler im Torlauf auf dem 8. Platz platzieren, Michael erreichte 1978 bei den SVS-Schülermeisterschaften den 4. Platz.

Die achtziger Jahre

Die Karrieren der älteren Rombach-Brüder gingen langsam zu Ende. Nur Michael hatte seinen sportlichen Hühepunkt noch nicht erreicht. Während seiner Bundeswehrzeit in Fahl hat er sich dem Biathlonsport (ein Langlauf mit zwei bis vier Schießeinlagen) verschrieben. 1980 wurde Michael SVS-Jumorenmeister im Biathlonsprint. Bei den Deutschen Meisterschaften im Biathlonmekka Ruhpolding belegte er im selben Jahr einen hervorragenden 5. Platz im Einzelwettbewerb. Mit der Verbandsstaffel holte er sich sogar den Vizemeistertitel. Zum Abschluss seiner Karriere erkämpfte er sich 1984 bei den Verbandsmeisterschaften hinter den Altolympioniken Urban Hettich und Georg Thoma im Speziallanglauf den 3. Platz.

Michaels Schwester Pia Rombach wurde 1980 bei den Verbandsjugendmeisterschaften Vizemeisterin. Das Jahr 1981 war das erfolgreichste für Pia. Nachdem sie bei den SVS-Jugendmeisterschaften den Klassensieg in der Jugendklasse 2 errang, belegte sie bei den nordischen Deutschen Jugendmeisterschaften den 6. Platz und war dabei beste Läuferin aus Baden-Württemberg.

Nach der Ära Rombach kam die Zeit der Asal-Brüder Andreas, Christian und Norbert. Besonders Andreas wurde durch ungeheuren Trainingsfleiß zu einem Langläufer der Spitzenklasse. Dreimal nahm er an Deutschen Jugendmeisterschaften teil. Der 2. Platz bei den Verbandsmeisterschaften 1983 in der Jugendklasse l und der Vizemeistertitel in der Juniorenklasse bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften 1986 waren herausragende Ergebnisse. Die sportlich sicherlich wertvollsten Erfolge erzielte er aber bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 1985 und 1986, wo er jeweils mit der Verbandsstaffel einmal Dritter (Jugend) und einmal sogar Deutscher Meister bei den Junioren wurde. Auch seine damaligen Einzelplatzierungen, der 16. bzw. 12. Platz, waren hervorragende Ergebnisse. Neben den Asal-Brüdern war auch Karl-Heinz Gutmann ein erfolgreicher Langläufer auf Bezirksebene.

Andreas Asal

1984 kam übrigens die Skatingtechnik (Schlittschuhschritt) in Mode. Die mehrmalige Deutsche Meisterin Karin Jäger (außer Konkurrenz) und die damalige Nationalmannschaftsangehürige und ehemals in Wieden heimische Elke Rombach versuchten sich damals erstmals bei den Bezirksmeisterschaften auf der Kostloipe kurz vor der Weltmeisterschaft in dieser Technik.

Bei den Alpinen machte Mitte der achtziger Jahre Stefanie Behringer auf sich aufmerksam. Jeweils zweite Plätze bei den Baden-Württembergischen Schülermeisterschaften 1983 im Torlauf und bei den Schwarzwaldschülermeisterschaften 1984 im Riesentorlauf in ihrer Klasse waren Spitzenergebnisse. Bei den Landesmeisterschaften der Schüler holte sie sich sogar den Klassensieg im Riesentorlauf. Nach einem ausgezeichneten 11. Platz im Slalom bei den Bundesskispielen 1985 beendete sie viel zu früh ihre Skilaufbahn.

Fast parallel zu Stefanie Behringer begann Ralf Strohmeiers großartige Laufbahn. Ralf, der als Schüler auch ein guter Langläufer war, belegte schon 1985 bei den Bundesskispielen einen 10. Platz. 1986 wurde er Schwarzwaldschülermeister und Baden-Württembergischer Vizemeister im Riesenslalom. Als Jugendlicher nahm Ralf fast nur noch an internationalen FIS-Rennen meist im Ausland teil. In der Saison 1988/1989 waren es z.B. über 30 Rennen. Bei den Deutschen Meisterschaften 1989 konnte er sich mit den Plätzen 6 im Super-G, 7 im Slalom und 7 im Riesenslalom bei den Jugendlichen die Zugehürigkeit zum C/D-Kader des DSV sichern. Ralf war 1989 6. der Jugendrangliste des DSV.

Ralf Strohmeier

In der Saison 1987/1988 fuhr sich Simone Behringer mit 11 Siegen bei 12 Starts in die Schlagzeilen der Zeitungen. Obwohl erst in der Schülerklasse 2, holte sie sich 1989 bei den Schwarzwaldschülermeisterschaften beide Titel im Riesenslalom und Slalom.

Simone Behringer

1982 fand zum letzten Mal der Rollspitzabfahrtslauf statt. Schwindende Teilnehmerzahlen und erforderliche Sicherheitsmaßnahmen ließen diesen Abfahrtslauf mit einer langen Tradition leider sterben.

Ende der achtziger Jahre führte der Ski-Club einige Skiwettkämpfe auf hüherer Ebene durch. So wurde 1986 die Schwarzwaldmeisterschaft im Slalom am Rollspitzhang durchgeführt, wobei erstmals in Wieden die Kippstangen gesteckt wurden. 1987 folgten die nordischen Schwarzwaldmeisterschaften mit dem Langlauf auf der Hohtann (Kostloipe) und dem Sprunglauf auf der großen Belchenschanze. Vom Gymnasiallehrer Birnstein wurde ein Softwareprogramm entwickelt, das zur überraschung der Funktionäre auch in der Nordischen Kombination fehlerfrei funktionierte. Die späteren Olympiasieger im Teamspringen Christof Duffner und Hansjürg Jäckle nahmen an diesem Wettbewerb teil. Im Jahre 1988 wurden die Baden-Württembergischen Meisterschaften ausgerichtet mit dem Riesenslalom am Heidstein (Neuhof) und dem Slalom am Rollspitzhang.

Leider mussten in einigen schneearmen Wintern auch einige hochkarätige Skiveranstaltungen, die von unserem Ski-Club organisatorisch vorbereitet wurden, wegen Schneemangels ausfallen. Dies galt insbesondere für die Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften der Alpinen, die im Jahre 1989 hätten stattfinden sollen.

Die neunziger Jahre

Andreas Asal gewann gleich zweimal den abenteuerlichen Rucksacklauf um den Wäldercup. 1994 bewältigte er die 100 Kilometer lange Strecke von Schonach zum Zielort Multen unterhalb des Belchens mit einer Gesamtsteigung von 2300 Metern bei schwierigsten Bedingungen im Skating-Stil in einer Zeit von 6 Stunden und 10 Minuten! 1996 wiederholte er dieses Kunststück. Dabei konnte Andreas beweisen, dass er auch im klassischen Stil der Ausdauerkünig der Langläufer ist. Mit ersten Plätzen in der Saison 1993/1994 bei dem traditionellen Langlaufwettbewerb Rund um Frühnd, bei den Schwarzwaldmeisterschaften über 30 km und bei einem internationalen Skirollerberglauf in Grindelwald bewies er seine Klasse. Sein Bruder Christian belegte in der selben Saison einen guten 10. Platz bei den Verbandsmeisterschaften. Steffen Laage aus Utzenfeld war bei den Schülern ein talentierter Langläufer.

Bei den alpinen Rennläufern fand Ralf Strohmeiers erfolgreiche Karriere auch bei den Herren seine Fortsetzung. Bei den Deutschen Meisterschaften, die 1991 vom WSC Breisgau-Staufen in der Wiedener Holzplatzschneise(!) ausgetragen wurden, erreichte er im Slalom als Einundzwanzigster das Ziel. 1992 und 1994 belegte er bei den Deutschen Meisterschaften im Slalom jeweils den 11. Platz, 1997 landete er im Slalom sogar unter den ersten zehn und 1998 in Todtnau fuhr er sogar auf den 9. Platz in der selben Disziplin vor. 1992 erkämpfte er sich erstmals bei den Herren den Meistertitel bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften im Slalom. Ein Jahr später gelang ihm dies auch im Riesenslalom. In den Jahren 1994 und 1995 wurde Ralf wiederum Landesmeister im Slalom und Vizemeister im Riesenslalom. 1993 war Ralf in beiden Disziplinen bei den Schwarzwaldmeisterschaften erfolgreich. In den folgenden Jahren sollten noch mehrere Titel hinzukommen. 1996 wurde Ralf erstmals zum deutschen Hochschulmeister im Slalom gekürt. Ein Jahr später holte er sich die Titel im Slalom und im Riesenslalom bei den Hochschulmeisterschaften. 1999 wurde Ralf gar dreifacher deutscher Hochschulmeister. Beim Studenteneuropacup belegte Ralf 1998 den ersten Platz in der Gesamtwertung. Ralf nahm 1995 und 1997 bei den Universiaden in Spanien und in Korea teil. Dort belegte er bei den Weltfestspielen der Studenten in der Abfahrt den 8. Platz. Erfolgreich war Ralf auch bei zahlreichen Städte-FIS-Rennen im In- und Ausland. 1995 belegte er bei der Städte-FIS-Weltmeisterschaft den 5. Platz in der Abfahrt und den 6. Platz beim Super-G.

1990 erkämpfte sich Simone Behringer den Landestitel im Riesenslalom bei den Schülerinnen. Nach einem 2. und 3. Platz bei den Bundesskispielen im Riesenslalom und im Parallelslalom des Finales führte Simone die deutsche Schülerrangliste des Winters 1990 / 1991 als Nummer 1 an. 1991 feierte Simone einen Doppelerfolg bei den Baden-Württembergischen Schülermeisterschaften. Im selben Jahr konnte sie einen ihrer grüßten Erfolge feiern. Sie wurde Siegerin im Riesenslalom bei den Bundesskispielen.

Simone Behringer

Als Ranglistenerste im Schülerbereich des DSV schloss sie die Saison ab. Auf Landesebene war Simone oft schneller als die besten Jungs! Die Aufnahme in den C/D-Kader des DSV war die logische Folge. Ähnlich wie bei Ralf Strohmeier begann nun die Ochsentour, bei vielen FIS-Rennen, überwiegend im Ausland, Punkte zu sammeln, um bessere Startplätze zu erhalten. Der Gewinn des Titels im Riesenslalom bei den Baden-Württembergischen Jugendmeisterschaften im Jahre 1992 war keine überraschung mehr. Mit 17 Jahren und ohne vorher im Europa-Cup einen Einsatz gehabt zu haben, fuhr Simone im Jahre 1994 in Morzine ihr erstes Weltcup-Rennen. Mit der Startnummer 70 fuhr Simone immerhin auf den 50. Platz. Es sollten noch viele weitere Einsätze im Zebradress der Nationalmannschaft des DSV im Weltcup in den Disziplinen Slalom und Riesenslalom folgen. Eine große Feier gab es im Jahr 1995 im Hause Behringer, als Simone mit dem Titel der deutschen Jugendmeisterin im Slalom aus Lengries nach Hause kam. 1996 hatte Simone auch einen Weltcup-Einsatz in den USA, wo sie sich immer besonders wohl fühlte. 1998 fuhr Simone im Riesenslalom auf der Weltcup-Strecke am Ahornbühl unter den Augen zahlreicher einheimischer Fans, die sie und auch Ralf Strohmeier mit Kuhglockengeläut anfeuerten, hinter den Skilegenden Katja Seizinger und Martina Ertl und der Drittplatzierten Stefanie Wolf auf einen ausgezeichneten 4. Platz. Dabei ließ sie die anderen Schwarzwälderinnen weit hinter sich.

Luzia Behringer, Anne Kathrin Sprich, Ralf Schlachter, Udo Gramespacher, Kai Schmidt, Mike Laile, Christian Urschel, Achim Knobel, Jakob Behringer, Michael Corona, Felix Markanic, Mike Walleser, Alexander Walleser und David Sprich mischten bei den Bezirkstestrennen der Schüler mit. Isabel Sprich begann 1996 ihre Skikarriere. Sie wurde 1998 in den Perspektivkader des Skiverbandes Schwarzwald aufgenommen.

Isabel Sprich

David Sprich wagte sich sogar mit den langen Sprungskiern auf die Schanzen des Schwarzwaldes. Im V-Stil hob er u.a. vom Bakken der großen Belchenschanze ab und sprang über 50 m weit.

Anfangs der neunziger Jahre tummelten sich die ersten Snowboarder auf Wiedens Skipisten. Stefanie Behringer war die erste Frau, die das Brett sicher beherrschte. Ihre Schwester Simone stellte sich noch während ihrer glanzvollen Skikarriere, von den bayrischen Trainern unbeobachtet, auf das Board. Christian Rueb, Lars Müller und Michael Corona gehürten zu den Snowboardern der ersten Generation, die mit dem Brett umzugehen wussten.

1991 wurden vom Ski-Club Wieden am Belchen (Stuhlsebene / kleine Belchenschanze) die nordischen Schwarzwaldschülermeisterschaften ausgetragen. Beim Deutschlandpokal in der Nordischen Kombination und im Skisprung, der 1992 ebenfalls am Belchen stattfand, nahmen erstmals auch Sportler aus den neuen Bundesländern teil. Der spätere Mannschaftsweltmeister Alexander Herr gewann das Springen. Martin Schmitt, späterer Einzelweltmeister, zweifacher Gesamtweltcupsieger und Olympiasieger im Teamspringen sprang damals auf den dritten Platz. Die meisten Springer sprangen damals noch im Parallelstil, vereinzelt wurde aber auch schon im V-Stil gesprungen, der von dem Schweden Jan Boklüw eher zufällig gegen Ende der achtziger Jahre erfunden wurde. Leider mussten auch in diesem Jahrzehnt einige Veranstaltungen ausfallen. Dies war für die Verantwortlichen bitter, weil viel Zeit in die Vorbereitungen investiert wurde. So fegte zum Beispiel im Jahr 1990 ein Fühnsturm im Verbund mit gewaltigen Regenschauern die schon präparierten Wettkampfanlagen (große und kleine Belchenschanze, Loipe auf der Stuhlsebene) für die nordischen Baden-Württembergischen Schülermeisterschaften hinweg. 1991 mussten die Internationalen Deutschen Städtemeisterschaften wegen Schneemangels abgesagt werden. Aus Anlass des 650 jährigen Dorfjubiläums fand 1992 ein historischer Skilauf statt, der viele Besucher anlockte.

Ralf Rombach

Historischer Skilauf 1992 (650 Jahre Wieden)

Ein lang gehegter Wunsch ging 1990 in Erfüllung. Im Kellergeschoss des neuen Feuerwehrhauses konnte sich der Ski-Club einen neuen Materialraum einrichten, musste man doch nach dem Abriss der alten Schule jahrelang das Material auf den Speicher des Rathauses schleppen. Es wurde übrigens seit Ende der achtziger Jahre kräftig in neues Material investiert. So wurden beispielsweise eine elektrische Zeitmessanlage, Funkgeräte, Kippstangen, Startnummerleibchen, Riesentorlaufflaggen, eine Lautsprecheranlage und Zelte für Start und Ziel angeschafft. Für diese dringend notwendigen Anschaffungen wurden zum Teil großzügige Sponsoren gefunden, teilweise wurden die Anschaffungen vom Badischen Sportbund bezuschusst.

Im neuen Jahrtausend

Im Langlauf machten Elena und Dimitri Luthy durch hervorragende Ergebnisse auf sich aufmerksam. Die in der Schweiz lebenden und für unseren Ski-Club startenden Kinder von Serge Luthy und Ruth Luthy geb. Rombach gelten innerhalb des Skiverbandes als große Talente.Ralf Strohmeier wurde im Jahr 2000 Schwarzwaldmeister sowohl im Riesenslalom als auch im Slalom. Dieses Kunststück wiederholte er 2001. Dies war sein 10. Meistertitel bei den Verbandsmeisterschaften in der Herrenklasse! Gegen Ende seiner großen Karriere nahm Ralf auch an Curving-Rennen teil. Bei diesen Rennen fuhr man auf Curving-Ski ohne Stöcke um Bojen herum ins Ziel. Das Fahren auf Curving-Skiern, allerdings mit Stöcken, setzte sich auch im Rennsport und zunehmend im Freizeitsport durch. Auf den wesentlich kürzeren und stark taillierten Skiern zieht man, ähnlich wie beim Snowboarden, auf den Kanten durch die Kurven.Simone Behringers Karriere fand auch im neuen Jahrtausend ihre Fortsetzung. Dass Leistungssport auch im alpinen Skisport harte Arbeit ist, belegt die Zahl von 35 internationalen Rennen allein in der Saison 1999 / 2000 in vielen Ländern Europas mit langen Anfahrtswegen und mit Wettkämpfen in übersee. Eine gehörige Portion Mut muss natürlich jeder Spitzenathlet und jede -athletin besitzen. So gehörte es beispielsweise zu Simones Trainingsprogramm mit Höchstgeschwindigkeit (ca. 90 km/h) in der Hocke und in geduckter Haltung über den Schanzentisch der Adlerschanze (eine 90 m-Schanze) in Hinterzarten zu brausen. Die Stöcke auch in der Luft eng am Körper anliegend, bekam Simone nach etwa 30 m wieder Bodenkontakt. Im Jahr 2000 wurde Simone deutsche Vizemeisterin im Slalom. In ihrer Karriere gewann Simone insgesamt 7 internationale FIS-Rennen. Im Weltcup ergatterte sie 5 Weltcup-Punkte. Es hätten sicherlich einige Punkte mehr sein können, doch fehlte es im von Bayern dominierten DSV oft an der nötigen Unterstützung für das alpine Aushängeschild des Schwarzwälder Skiverbandes.

Isabel Sprich wurde im Jahr 2000 Bezirksmeisterin. Neben ihr waren auch Marius Behringer, Philipp Behringer, der auch einige Langlauf- und Biathlonwettbewerbe bestritt, Daniel Behringer, Benedict Behringer, Tobias Laile, Stefan Gutmann, Marc und Eva Gutmann gute Skifahrer. Mitte des ersten Jahrzehntes gelang es dann dem Team um den Vorsitzenden Karl Franz eine schlagkräftige Schülerrennmannschaft aufzubauen. Die Tatsache, dass viele Kinder von Vorstandsmitgliedern Interesse am Rennsport zeigten, erleichterten den Aufbau. Außerdem wurden der Schülersportwart Andreas Gutmann und Trainer Konrad Walleser von zahlreichen engagierten Eltern unterstützt. Neben der auf Bezirksebene immer noch erfolgreichen Isabel Sprich gehörten im Jubiläumsjahr folgende Skikanonen zum Rennteam: Angelina Franz, Yvonne Gutmann, Nadja Dietsche, Vanessa Franz, Yvonne Behringer, Rebecca Behringer, Damaris Hillbrecht, Annika Walleser, Mario Behringer, Dominik Dietsche, Dominik Rueb, Nico Walleser, Simon Dietsche, Kevin Thoma, Alec und Niklas Becker, Tobias Stähle, Florian Behringer und Niklas Thoma. Die junge Mannschaft gehört neben dem SC Münstertal und dem SV Schauinsland zu den erfolgreichsten Teams des Skibezirks V im Schüler- und Jugendbereich.

Das Rennteam im Jubiläumsjahr. (Nicht auf dem Bild: Isabel Sprich und Nadja Dietsche)

Nadja Dietsche gehört dem Schülerkader des Skiverbandes Schwarzwald an. Im Finale des DSV-Schülercups belegte das große Talent Platz 12 im Slalom und Platz 15 im Riesenslalom unter den besten deutschen Mädchen der Klasse S 12.

Nadja Dietsche

Der Ski-Club Wieden war für den Skibezirk Schauinsland-Wiesental stets ein zuverlässiger Ausrichter von Schüler-Bezirkstestrennen und von Bezirksmeisterschaften.

Beim Kinder- und Schülerskifest nahmen oft fast 70 Kinder und Jugendliche teil. Dort gab es Dank großzügiger Sponsoren immer attraktive Preise für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen, sowie schöne Pokale für die Erstplatzierten zu gewinnen.

Fußballnationalspielerin Melanie Behringer zeigte auch auf dem Snowboard ihr Talent. Neben ihr hatten auch Britta Müller, Marius Behringer, Philipp Behringer, Stefan Gutmann und Klaus Gutmann das Brett sicher im Griff.

Weitere Aktivitäten des Ski-Clubs, Feste und Veranstaltungen

Neben den reinen Skiveranstaltungen hat es immer schon weitere Aktivitäten und Angebote im Ski-Club gegeben. Meist waren diese Aktivitäten sportlicher Natur. Trainings- und Kinderskikurse, Gymnastik- und Trainingseinheiten für Kinder, Frauen und gemischte Gruppen, Volleyballspaß, Tischtennisturnier, Lauf- und Mountainbiketreffs und Nordic Walking gehörten oder gehören noch in diese Kategorie, also überwiegend Aktivitäten im Sinne des Breitensports. Einmalig dürfte die Tatsache sein, dass die Kinderskikurse für Mitglieder kostenlos sind! Einige Male wurde in den achtziger Jahren auch ein Rad-Bergzeitfahren von Utzenfeld zum Hohtannpass ausgetragen; bei 32 Min. steht der Streckenrekord! Leider musste diese Veranstaltung wegen immer größer werdenden behördlichen Auflagen aufgegeben werden.

Bei den Wanderungen, Skiwanderungen und Skiausfahrten wird auch sportlich etwas geleistet, doch steht hier die Pflege der Kameradschaft im Vordergrund. Führten die beliebten Frühjahrs- und Herbsttouren früher nur in die nähere Umgebung, so suchte man sich zu Beginn der siebziger Jahre neben Wanderzielen im Schwarzwald auch Ziele in den Vogesen, im Berner Oberland, im Wallis, im Engadin und im Vorarlberg. Manchmal waren dabei auch übernachtungen eingeplant. Sehr beliebt waren in den neunziger Jahren die Skiwochenenden in Adelboden (Schweiz) auf der Engstligenalp. Mehrtägige Mountainbiketouren im Schwarzwald, in den Vogesen, im Jura und vor allem in den Alpen gehören seit 1992 (Männer) bzw. 1993 (Frauen) zum Standardsommerprogramm des Ski-Clubs.

Grand Combin

Andreas Asal, Bruno Behringer, Hubert Behringer (Laitenbach), Thomas Böhler, Karl-Heinz Burger, Karl Franz, Reinhard Gerspacher, Andreas Gutmann und Eberhard Müller nahmen z. T. mehrmals am Black Forest Ultra Bike Marathon teil, der vom Start- und Zielort Kirchzarten über eine Distanz von 116 km bei einer Gesamtsteigung von 3350 m über die Schwarzwaldhöhen führt. Andreas Asal erreichte den Zielort Kirchzarten nach 5 h 20 min, trotz zweier Pannen! Auch seine Frau Anja nahm die Herausforderung an und erreichte geschafft, aber glücklich das Ziel. Marianne Gutmann bewältigte mit Bravour die Marathonstrecke über 79 km bei einer Gesamtsteigung von 2100 m.

Legendär waren die Vereinsspringen, die am Fasnachtssonntag, wenn es die Schneeverhältnisse zuließen, am Winkel bzw. am Buck stattfanden. Die erfolgreichsten Wiedener Adler der letzten Jahre hießen neben David Sprich, Michael Stahl, Karl Franz, Konrad Walleser und Thomas Rueb.

Geselligkeit wird auch bei den beliebten Sommer- und Winterlagerfeuern groß geschrieben. Viele Gäste schätzen den gemütlichen Hock, wo sich Einheimische und Kurgäste näher kennen lernen. Natürlich dienen die Lagerfeuer, welche seit den siebziger Jahren für lange Zeit auf der Geltenebene abbrannten und seit 1989 bei der Talstation des Rollspitzliftes stattfinden, auch der Aufbesserung der Vereinskasse. Auch Tanzabende wurden schon aus diesem Grunde veranstaltet.

Schon im Jahre 1910 fand eine Weihnachtsfeier im Hirschen statt, bei der der Glückstopf zwecks Aufbesserung der Finanzen herumgereicht wurde. Im Zusammenhang mit einem traditionellen Familienabend war im Jahre 1925 im Schriftführerbuch von einem feuchtfröhlichen Gelage die Rede. In den sechziger Jahren waren die Skibälle im Gasthaus Wiedener Eck bekannt und beliebt, die auch dort oft in Verbindung mit einer Tombola stattfanden.

In den letzten Jahren beteiligte sich der Ski-Club an Landschaftspflegemaßnahmen. Diese Arbeitseinsätze kamen natürlich nicht nur der Natur zugute, sondern sie verbesserten auch die Kassenlage.

Vorstände und Ehrenmitglieder seit Gründung des Vereins

Vorstände

Friedrich Schneider (1907-1909),
Anton Behringer (1909-1914),
Otto Behringer (1914-??),
Alfred Hoch (1922-1931),
Josef Schelb (1931-1935),
Dominik Franz (1935-1939),
Karl Schmidt (1939-1939),
Oskar Stiefvater (1939-1946),
Josef Behringer (1946-1948),
Karl Franz (1948-1949),
Josef Behringer (1949-1949),
Oskar Stiefvater (1949-1958),
Karl Franz (1958-1966),
Gottlieb Klingele (1966-1968),
Hermann Walleser (1968-1969),
Robert Schneider (1969-1987),
Eberhard Müller (1987-2000),
Karl Franz (2000-2010),
Reinhard Gerspacher, Andreas Gutmann, Michael Stahl (seit 2010).

Ehrenmitglieder

Robert Walleser,
Alfred Hoch,
Josef Schelb,
Josef Behringer,
Fridolin Rombach,
Carl Wölfel,
Oskar Stiefvater,
Hermann Walleser,
Hermann Rombach,
Alfons Rombach,
Bernhard Strohmeier,
Erhard Strohmeier,
Robert Schneider,
Karl Franz Sen.,
Manfred Rombach,
Gottlieb Klingele,
Maria Gutmann,
Eberhard Müller,
Konrad Walleser,
und Karl Franz.

Heute hat der Ski-Club 136 Mitglieder, davon sind 41 auswärtige.

Die Vorstandschaft im Jubiläumsjahr:

hinter Reihe v. li.: Michael Stahl, Reinhard Gerspacher, Martina Behringer, Thomas Rueb; mittlere Reihe v. li.: Robert Schneider, 1. Vorsitzender Karl Franz, Rita Behringer, Andreas Gutmann, Eberhard Müller; vordere Reihe v. li.: Erhard Strohmeier, Jürgen Stähle, Christian Rueb, Konrad Walleser. (Nicht auf dem Bild: Isabel Sprich, Jürgen Rueb)

Mitglied im DSV, SVS, Badischer Sportbund