Die siebziger Jahre

In den siebziger Jahren setzten die Rombach-Brüder die sportlichen Akzente. Besonders der älteste der Langlauffamilie Rombach, Manfred, hat sich einen herausragenden Platz in der Wiedener Skigeschichte gesichert. Nur seine größten Erfolge können hier wiedergegeben werden. Manfred nahm mehrmals an Deutschen Meisterschaften teil und war über Jahre hinweg Mitglied eines DSV-Kaders. So belegte er zum Beispiel 1971 bei den Deutschen Jugendmeisterschaften den 4. Platz im Einzelrennen, und mit der Verbandsstaffel gewann er sogar die Deutsche Jugendmeisterschaft. Dieselben Erfolge (4. Platz beim Einzellauf und Staffelsieg) konnte er ein Jahr später, dieses Mal bei den Junioren, wiederholen. Als Lohn für harte Trainingsarbeit wurde Manfred 1972 zum olympischen Jugendlager nach Sapporo (Japan) eingeladen. Er nahm bei vielen internationalen Wettbewerben teil, unter anderem belegte er 1973 zusammen mit den Skilegenden Walter Demel und Georg Zipfel bei einem internationalen Staffelrennen in Italien (Targa Busnelli) hinter Finnland und Frankreich den dritten Platz, noch vor Schweden und Italien. Im gleichen Jahr gewann er die berühmte Trophäe Watzmann-Gams beim gleichnamigen Lauf mit brutalen 800 Höhenmetern. Nachdem Manfred schon 1972 bei den Junioren-Europameisterschaften teilgenommen hatte, war 1973 mit dem Gewinn des Vizemeistertitels bei den Junioren-Europameisterschaften in Leningrad zusammen mit seinen Staffelkameraden vom DSV, Emil Lettenmaier und Georg Zipfel, der absolute Höhepunkt seiner langen Sportlerkarriere erreicht.
Zusammen mit seinen jüngeren Brüdern Georg, Walter und Michael bildete Manfred eine erfolgreiche Staffel, die 1975, 1976 und 1978 jeweils Baden-Württembergischer Vizemeister der Vereinsstaffeln wurde. Die Rombach-Buben waren über Jahre hinweg über den Schwarzwald hinaus in der Langlaufszene bekannt. Alle nahmen mehrmals an Deutschen Meisterschaften teil. So gewann Georg zusammen mit seinen Staffelkameraden vom Skiverband 1979 bei den Deutschen Jugendmeisterschaften die Silbermedallie. Auch beim Einzelrennen erreichte er damals einen hervorragenden 6. Platz. Walters größter Einzelerfolg war der 6. Platz bei den Deutschen Schülermeisterschaften in der Schülerklasse 4 im Jahre 1972. Michael Rombach qualifizierte sich nicht nur als Langläufer für Deutsche Meisterschaften, sondern 1979 auch als Biathlet.

Die Rombach-Staffel mit (v. li.) Michael,Georg, Manfred und Walter.


Gegen Ende der siebziger Jahre begann auch die Karriere der Rombach-Schwestern Pia und Rita. Zusammen mit der ebenfalls sehr starken Christine Klingele bildeten sie eine erfolgreiche Langlauftruppe, die in den Staffelwettbewerben bei den Schwarzwaldmeisterschaften der Schüler und Jugend 2. und 3. Plätze belegten. Pia Rombach wurde 1978 Schwarzwaldvizemeisterin bei der Jugend. Mit der Schwarzwaldstaffel stand sie bei den Deutschen Jugendmeisterschaften als Drittplazierte auf dem Treppchen.
Neben den Geschwistern Rombach betrieben natürlich noch andere Wiedener den Langlaufsport. So nahm Erich Walleser als erster Wiedener beim erstmals 1974 aus-getragenen Schwarzwälder Skimarathon über 60 km von Schonach nach Hinterzarten teil. Das Clubmitglied Hermann Lais war sogar beim ersten Rucksacklauf um den Wäldercup im Jahre 1978 dabei. Er bewältigte die abenteuerlichen 100 km von Schonach zum Belchen, ebenso wie sein Bruder Wolfgang einige Jahre später, mit Bravour. Bei diesem wohl schwersten europäischen Langlauf musste eine Gesamtsteigung von 2300 m bewältigt werden! Auch Bernhard Klingele war ein guter Langläufer. Erstaunliche 40 Langläufer(innen) nahmen 1978 bei den Vereinsmeisterschaften teil.
Unter der Regie des umtriebigen Tourenwartes Friedbert Seger nahm der Ski-Club auch ein paar Jahre an den Fuß- und Wintertourenwettbewerben teil und belegte innerhalb des SVS und des DSV Spitzenplätze. So erhielten 1975 39 Senioren und 38 Schüler das Tourenabzeichen.
Bei den Alpinen wurden Erhards Strohmeiers Erfolge, die weit in die siebziger Jahre hineinreichten, schon erwähnt. Bei den Schwarzwaldmeisterschaften 1970 wurde er noch einmal vierfacher Vizemeister. Diesen Erfolg konnten die Wiedener miterleben, fanden diese Wettkämpfe doch auf heimischem Gelände statt. Der Riesentorlauf führte damals vom Lückle über das Büdemle zum Ziel bei der Schreinerei Behringer. Unter der Leitung Robert Schneiders, der 18 Jahre lang den Club führte, wurden die Wettbewerbe mustergültig vorbereitet und schließlich bei schlechten Wetterbedingungen (Regen) durchgeführt. Hermann und Albert Asal waren damals verantwortlich für den sportlichen Bereich.
1976 nahmen über 400 Teilnehmer an einem Wertungslauf der baden-württembergischen Skiverbände am unteren Lifthang teil.
Bernhard Walleser und Bernhard Thoma waren sehr erfolgreiche Alpine, die dem SVS-Kader angehürten, außerdem Hubert und Wolfgang Laile. Im Schülerbereich gaben Cornelia und Michael Stahl, Konrad, Herbert und Pius Walleser den Ton an. Cornelia konnte sich 1977 bei den Landesmeisterschaften der Schüler im Torlauf auf dem 8. Platz platzieren, Michael erreichte 1978 bei den SVS-Schülermeisterschaften den 4. Platz.